Ungarische Wanderarbeiter – Teil 2

Ungarische Wanderarbeiter – Teil 2

Am Samstag wurde die Schalung für die Kelleraußenwände entfernt. Sieht von weitem garnicht schlecht aus, aber im Detail nicht wirklich schön anzusehen.

Auch das Betonieren der Kellerwände wurde von den ungarischen Arbeitern durchgeführt. Der Rohbauer (Subunternehmer von Büttner) stand lediglich daneben, hat telefoniert und war zwischendurch auch mal für eine halbe Stunde mit dem Auto weg. D.h. unser WU-Keller – ausgeführt als wasserundurchlässiges Bauwerk (DAfStB-Richtlinie), da zeitweise aufstauendes Sickerwasser angenommen wird – lag in den Händen der ungarischen Arbeiter. Das Ergebnis sieht man in den Detailbildern.

Der Bauleiter hatte uns versprochen, dass nach der Bodenplatte der Bautrupp ausgewechselt wird. Das stimmte leider nur zum Teil: Die drei Handlanger wurden ausgetauscht gegen drei andere Handlanger, die nichtmal eine Maurerkelle gerade halten können – es wahr jedenfalls sehr interessant anzusehen, wie die Arbeiter mit kleinen Maurerkellen den überschüssigen Beton versucht haben aus der Schalung zu kratzen. Der ungarische Vorarbeiter, anscheinend verantwortlich für die Ausführung, wurde beibehalten. Der Rohbauer hat auf der Auffahrt  des Nachbargrundstücks unterschiedlich große Kieselsteine gesucht, um dem ungarischen Vorarbeiter irgendwie klar zu machen, dass die erste Mischung ein feineres Korn hat als der Rest. Diese sollte anscheinend rundrum 50cm hoch verteilt werden – der Rohbauer konnte das dem Ungarn nur mit wilden Gesten und mehrmaligem Zeigen auf die 50cm-Markierung seines Zollstocks klar machen. Der Rohbauer, eigentlich der verantwortliche Subunternehmer, hat die 3 Stunden die wir am Freitag beim Stellen der restlichen Schalung und dem eigentlichen Betonieren zugeschaut haben nicht einmal einen Blick ins Innere der Schalung geworfen.

Das ist also das Ergebnis, wenn man sich ein Bauunternehmen aus der Nähe sucht und auf Qualität hofft. Ein Großteil der Häuser in unserem Baugebiet wurden von großen Unternehmen (ELK, Haas, Heinz von Heiden, …) gebaut und von den Nachbarn mit denen wir gesprochen haben, haben wir noch keine Beschwerden gehört.

Hätten wir doch besser bei einem Fertighaushersteller unterschrieben? 5km von unserem Baugebiet entfernt ist ein Musterhauspark mit allen großen Herstellern. Zwar alles Großunternehmen, aber i.d.R. mit eingespielten Abläufen und erfahrenen Subunternehmern.

Nachfolgend die Bilder…

…und ein paar Detailaufnahmen der Wände und Fenster…

 …und ein paar Bilder zum Übergang Wand/Bodenplatte…

 

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