Baustillstand auf Grund des Wetters

Baustillstand auf Grund des Wetters

Gestern morgen (Freitag) wurden wir von unserem Bauleiter vorab per Mail mit einem Standardschreiben darüber informiert, dass der Bau bis auf weiteres auf Grund des Wetters (Frost) ruht und sich der Fertigstellungstermin entsprechend verschiebt. Gut, prinzipiell ja richtig so, wenn auch nicht gerade schön. Trotzdem hab ich mich gestern ob dieses Schreibens tierisch aufgeregt.

Zum einen wurde uns bei Vertragsunterzeichnung versichert, dass im Terminplan Stillstandszeiten für den Winter eingeplant sind.

Zum anderen ist die letzte Woche mal wieder einiges passiert…

Noch am Montag wurden wir von unserem Bauleiter informiert, dass nächste Woche Montag (3. Dez.) der Dachstuhl gerichtet wird. Am Mittwoch abend waren wir auf der Baustelle und haben uns den Fortschritt angeschaut. Komischerweise waren weder die frisch gesetzten Dachgeschosswände  noch die offenen Ziegelpaletten abgedeckt – Arbeiter waren keine mehr da. Sämtliche Wetterberichte im TV und alle Zeitungen hatten zwar den Wintereinbruch für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vorhergesagt, aber anscheinend schaut bei Büttner niemand Fernsehen oder liest Zeitung. Schlussendlich hat es fast die ganze Nacht durchgeregnet und teilweise geschneit.

Daher habe ich am Donnerstagmorgen gleich bei Büttner nachgefragt, warum man denn die Wände und Ziegel nicht abgedeckt hätte. In der Mittagspause sind wir dann gleich mal zur Baustelle und wollten schauen ob inzwischen wenigstens Wände und Ziegel abgedeckt sind. Dem war leider nicht so – nur 4 Ungarn auf der Baustelle, die in aller Seelenruhe bei 2°C und Schneeregen Wände gemauert haben, was sowohl die Verarbeitungshinweise von Wienerberger wie auch die DIN verbieten. Von der Firma Heinig (dem Rohbauer) war laut Aussage der Ungarn noch niemand da und die würden wohl morgen erst wieder kommen. Irgendwie entwickle ich langsam ein Abneigung gegen Ungarn, obwohl die armen Kollegen gar nichts dafür können – Schuld ist ja eigentlich der Rohbauer der die Leute bei dem Wetter rausschickt und sich selbst zu schade ist.

Nach unserem erbaulichen Baustellenbesuch habe ich unseren Bauleiter angerufen, der aber gerade keine Zeit hatte weil er bei einer Hausübergabe war. Nachvollziehbar, ist auch besser als bei Schneeregen auf Baustellen mit Häusern ohne Dach rumzuhängen. Gegen 16:00Uhr hat sich dann doch noch der technische Leiter von Büttner gemeldet und bestätigt, dass jetzt alles abgedeckt ist und er die Ungarn weggeschickt hat. Und er hat uns nochmal bestätigt, dass der Dachstuhl am Montag kommen kann – es passt alles soweit und die noch fehlenden Dachgeschosswände könnte man anschließend noch mauern. Dann konnte ich mich wieder etwas beruhigen und war schon fast dabei mich ein bischen auf Montag zu freuen – endlich ein Gewerk mit dem der Rohbauer Heinig nichts zu tun hat.

…tja und dann kommt Freitagmorgen mit einem Standardschreiben ohne jeglichen Kommentar, die Info, dass der Bau bis auf weiteres eingestellt ist und sich der Einzugstermin verschiebt. Und das auf Grund des “plötzlichen” Wintereinbruchs Ende November – was ja angeblich mit eingeplant war. Nochmal zur Erinnerung: Baubeginn war Anfang August – Büttner hat es also innerhalb von VIER Monaten nicht geschafft, den Rohbau fertig zu stellen.

Jetzt kommt noch ein Absatz, bei dem ich lange überlegt habe ob ich ihn schreibe – aber damit ihr mal einen Eindruck bekommt:
Während ich Donnerstagmittag mit unserem Bauleiter telefoniert habe, habe ich zwei sehr “schöne” Antworten auf meine Frage: “Ob und wann denn endlich die Wände und Ziegel abgedeckt werden?” bekommen. Die Erste war sinngemäß “Er habe die entsprechenden Mails bzgl. der Abdeckung an Heinig geschickt und telefonisch niemanden erreicht.”. Und die Zweite – nachdem ich nachgebohrt habe, ob er sich das nicht mal anschauen will – sinngemäß “Was soll ich auf der Baustelle? Ich kann kein Ungarisch! Und ich bin nicht dafür zuständig die Abdeckung selbst drauf zu machen.” Zu seiner Entschuldigung muss ich natürlich gestehen, dass ich während des kurzen Telefonats ziemlich laut und ungehalten geworden bin, aber um mal meinen Gemütszustand zu beschreiben: Das ist der Mensch der für den Bau und die Qualität unseres Hauses zuständig ist, das wir die nächsten 20-25Jahre abzahlen müssen!!!

 

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